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Preiselbeere / Cranberry

In den letzten Jahren hat sich der Einsatz von Preiselbeeren und Cranberries in diversen Formen vom Geheimtipp zu einer Standardempfehlung bei empfindlicher Blase entwickelt.

Immer häufiger werden sie als natürliche Prophylaxe eingesetzt, welche das Anheften der Bakterien an die Schwachstellen der Blasenschleimhaut behindern. Dadurch wird die körpereigene Abwehr mit den Eindringlingen leichter fertig, die Keime werden einfach durch den Urin ausgeschwemmt.

Caesaro Med hat im Laufe der Jahre ein breites Sortiment an Tabletten, Kapseln und Säften entwickelt, aus welchem sich für jeden Zweck und Geschmack die richtige Form finden lässt (siehe unten).

Ausführliche Hintergründe zu Harnwegsinfektionen und Preiselbeeren finden Sie auf unseren Seiten „Wissen und Literatur„.

Vom Volksheilmittel der Indianer….

Bereits die indianischen Ureinwohner Amerikas wussten die herbe, tiefrote Frucht – sie wurde von Ihnen Ibimi oder Sassamanesh genannt – als Lebensmittel sowie als Heilmittel zu schätzen. So bereiteten die Indianer etwa aus Cranberries und Fleisch ein lange haltbares Gericht zu. Wunden wuschen sie mit Cranberry-Saft aus und legten Cranberry-Umschläge auf, um das Gift aus Pfeilwunden zu ziehen.

Die Pilgrim-Fathers, die 1620 in Neuengland landeten, übernahmen von den Ureinwohnern das Wissen um die Bedeutung der Cranberries für Ernährung und Wohlbefinden und diese Frucht fand rasch Eingang in die Volksmedizin der Siedler. So gehörte es zum Wissen jeder amerikanischen Grossmutter, dass Hühnersuppe mit etwas Preiselbeersaft eine Erkältung lindern kann und auch bei Blasenentzündungen hilft.

Es ist daher kaum verwunderlich, dass in den USA die medizinische Forschung an der Cranberry schon früh einsetzte. Bereits 1914 wurden die ersten Studien begonnen, und bis heute ist das Interesse der Medizin daran kontinuierlich gestiegen.

Im Jahre 1923 wurde erstmals berichtet, dass schulmedizinisch ausgerichtete praktische Ärzte in den Vereinigten Staaten das Mittel einsetzten.

…. zum Gegenstand moderner medizinischer Forschung

Jahrzehntelang herrschte in der medizinischen Welt die Meinung vor, die wohltuenden Eigenschaften der herben, säuerlichen Beeren beruhten darauf, dass diese den Urin ansäuerten und dadurch eine bakteriostatische Wirkung hervorriefen. Untersuchungsergebnisse aus den 70er Jahren ließen jedoch erstmals Zweifel an dieser Auffassung laut werden.

Der große Durchbruch kam im Jahr 1984, als A.E. Sobota in einer im Journal of Urology publizierten Arbeit den Wirkmechanismus von Cranberry aufzeigen konnte. Cranberry, so konnte der Forscher von der Youngstown State Univerity Ohio an klinischen Isolaten demonstrieren, hemmt die Adhärenz (d.h. die Anheftung) von E. coli-Bakterien an die Zellwand von Blase und Niere (E.coli-Spezies sind für über 80 % aller Harnwegsinfekte verantwortlich). Etwa 400 ml Cranberry-Saft täglich sollen nach diesen Studien ausreichen, um die Adhärenz von E.coli signifikant zu hemmen.

Die Ergebnisse von Sobota wurden 1991 von israelischen Wissenschaftlern bestätigt. Auch diese beschrieben die „Anti-Adhärenz-Eigenschaften“ von Cranberries, scheiterten jedoch daran, den für diese Eigenschaften zuständigen Inhaltsstoff zu identifizieren.

Offensichtlich verändern sich die Mikroorganismen unter der Einwirkung von Cranberry-Saft: Sie bilden keine haarähnlichen Strukturen auf Ihrer Oberfläche aus, die sie zum Andocken an die Zellen im Harntrakt benötigen.

Eine erste kontrollierte Studie belegte die Wirksamkeit

1994 veröffentlichten Wissenschaftler der Harvard Medical School, Boston, Mass., die Ergebnisse der ersten randomisierten, doppelblinden und plazebokontrollierten klinischen Studie mit Cranberry Saft. Es zeigte sich, dass in der Gruppe mit dem echten Fruchtsaft die Häufigkeit gegenüber der Plazebogruppe (mit einem gleich schmeckenden Scheingetränk) signifikant verringert war.

Die Forscher bestätigten eindeutig, dass die Ansäuerung des Urins als Ursache der beobachteten Wirkung nicht in Frage kommt, den die Urin-pH-Werte in den Behandlungsgruppen unterschieden sich praktisch nicht. Vielmehr, so die Wissenschaftler, müsse in der roten Beere eine noch unbekannte, spezifische Substanz enthalten sein, welche die Adhärenz der Bakterien im Harntrakt verhindere.

Seit 1994 wurden bis dato noch weitere klinische Studien und Anwendungsbeobachtungen publiziert, welche die Befunde von J. Avorn bestätigen. Interessant ist jene aus dem Jahr 2001 von T. Kontiokari, Universität Oulu/Finnland, in welcher an 150 Frauen in drei Gruppen die Rezidivrate von Harnwegsinfektionen in 6 Monaten untersucht wurde. Die Frauen, welche täglich Preiselbeersaft erhalten hatten, zeigten eine um 50% niedrigere Anfälligkeit als jene der beiden anderen Gruppen. Als Medikation wurde Ihnen ein Getränk aus 50 ml reiner Preiselbeer/Cranberry-Saft verdünnt auf 250 ml täglich verabreicht. Dieser Originalsaft aus Finnland ist als „Preiselbeersaft Caesaro Med®“ erhältlich – der bislang einzige durch eine klinische Studie bestätigte Preiselbeersaft Europas.

Die Wirksubstanz wird isoliert

1998 wurde das Geheimnis schließlich gelüftet. In einer Veröffentlichung im New England Journal of Medicine teilten Wissenschaftler der Rutgers State University, N.J. mit, dass sie erstmals die Wirksubstanzen in Cranberries identifiziert haben. Die Forscher isolierten die Substanzen (Proanthocyane) aus den Beeren und konnten eindeutig nachweisen, dass diese Stoffe das Anhaften von E.coli an den Zellen des Harntraktes verhindern. Dadurch können sich die Bakterien nicht in Blase und Niere festsetzen und werden mit dem Urin ausgeschwemmt. Eine drohende Infektion wird so bereits im Vorfeld verhindert.

Bioaktive Anthocyane finden sich in den meisten roten und blauen Beeren der Gattung Vaccinium, jedoch kaum in Früchten anderer Pflanzenarten.

Hinweise aus den bisherigen Studien für die praktische Anwendung:

Für einen spürbaren Effekt ist die Einnahme von mindestens 50 ml reinen Cranberry-Saftes (bzw. eines entsprechenden Konzentrates oder Extraktes) täglich erforderlich.

Bereits etwa 2 Stunden nach der Einnahme gelangen die Wirkstoffe in den Urin und behindern die Bakterien an ihrem Anlagern an die Zellen der ableitenden Harnwege. Nach 8-12 Stunden klingt die Wirkung wieder ab und für einen bessere Schutzwirkung ist daher die zwei- bis dreimalige Einnnahme pro Tag empfohlen.

Da die Bakterien nicht direkt im Körper vernichtet werden, ist eine ausreichende Einnahmedauer (ab 3-4 Wochen) für einen nachhaltigen Schutz vor Reinfektionen und Aufbau der körpereigenen Immunabwehr erforderlich.

E.coli ist die Ursache für rund 80 % der Harnwegsinfektionen und wurde daher sehr eingehend untersucht. Auch für Proteus- und Pseudomonas-Stämme liegen signifikannte Untersuchungsergebnisse zum Adhärenzverhalten nach Cranberry-Einnahme vor.

Genauere Einnahme-Empfehlungen für die Preiselbeer- und Cranberryprodukte der Caesaro Med finden Sie bei den jeweiligen Produktinformationen.

Botanisches

Die Cranberry (Vaccinium macrocarpon), eine enge Verwandte der europäischen Preiselbeere (Vaccinium vitis-ideae), ist in Amerika beheimatet. Beide gehören zur großen Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Weil die Blüten der Pflanze sie an den Kopf eines Kranichs erinnerte, bekamen sie den Namen „Crane berry“ – woraus sich dann in der Folge die heutige englische Bezeichnung entwickelte.

Seit dem 18. Jahrhundert wird diese Pflanze hauptsächlich in den Neuengland-Staaten der USA, aber auch in Kanada großflächig kultiviert. Die Reife der Beeren sitzt im September/Oktober ein; die Früchte werden bis zu zwei Zentimeter groß, sind tiefrot und schmecken recht sauer bis herb. Spezielle Inhaltsstoffe und eine Wachsschicht um die Früchte machen es möglich, dass die Beeren mehrere Monate gelagert werden können und so auch noch im Winter genießbar sind.

Cranberries enthalten Natrium, Phosphor und sind besonders reich an Kalium (56 mg pro 100 g Frucht). Vitamin B2 und Vitamin C (30 – 40 mg pro 100 g Frucht).

Wichtige Inhaltsstoffe sind außerdem die Proanthocyane, welche für die schützenden Eigenschaften vor Harnwegsinfekten verantwortlich gemacht werden.

Preiselbeeren sind auf der gesamten nördlichen Erdhalbkugel verbreitet. Die Gattung Vaccinium L. umfasst etwa 450 Pflanzenarten, von denen acht in Europa heimisch sind. Zu Ihnen gehören neben der Preiselbeere (Vaccinium vitis-ideae) auch die Heidelbeere, die Rausch- oder Moorbeere oder die Moosbeere.

Preiselbeeren sind Wildfrüchte, die nur an ihrem natürlichen Standort gedeihen. Aus diesem Grund können sie praktisch nicht in Plantagen angebaut werden.

In der europäischen Naturheilkunde wurden bisher primär die Preiselbeerblätter, ebenso wie jene der Bärentraube, wegen ihres Gehaltes an Arbutin in Blasentees verwendet.

Im Allgemeinen ist jedoch die Preiselbeerfrucht in Europa eher als Beilage zu Wildgerichten, denn als Naturheilmittel bekannt und in den Lehrbüchern beschrieben.

Erst die jüngsten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Cranberry, der amerikanischen Verwandten, lassen die bei uns heimische Preiselbeere in neuem Licht erscheinen.

Unser Saft und 6-fach-Konzentrat sind reine Fruchtsäfte aus Preiselbeer+Cranberry ohne weitere Zusätze.

Diese Saftmischung aus beiden Fruchtarten hat sich als besonders schmackhaft und nach einer klinischen Studie in Finnland auch als sehr effizient bei der Vorbeugung von Harnwegsinfektionen herausgestellt.

Das Kriterium für die hohe Zustimmung durch die Verbraucher ist die Verdünnung des sehr intensiven Saftes bzw. Konzentrats in der empfohlenen Weise (siehe in den Produktdetails).

Durch die Trinkmenge wird das Ausschwemmen von Bakterien aus der Blase zusätzlich gefördert.

Außer den gesundheitlichen Aspekten darf man auch den Genuß nicht außer Acht lassen: Die Säfte sind in entsprechenden Zubereitungen sehr zuckerarm und bieten sich als tägliches alkoholfreies Getränk mit herber Note oder für kreative Cocktailmischungen an.

Weiterführende Informationen zur richtigen Anwendung von Preiselbeerprodukten bei: